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Rügens nördlichste Schönheiten

Rügens nördlichste Schönheiten haben wir auf der Halbinsel Wittow entdeckt. Diese Woche hatten wir vom Sonnenaufgang am Kap Arkona über Schiffs-Wracks und wunderschöne Naturstrände bis zum Sonnenuntergang am Hafen alles dabei.

Sonnenaufgang am Kap Arkona

Blick auf Kap Arkona vor Sonnenaufgang
Kap Arkona Steilküste

Wir haben in einer der vergangenen Wochen bereits das Kap Arkona besucht. Zu unserem Bedauern war, zu dieser Zeit, die Treppe zum Siebenschneiderstein, ebenso der Weg zur Jaromarsburg gesperrt. Aus diesem Grund wollten wir noch einmal ans Kap Arkona und diesmal zum Sonnenaufgang. Also ging es früh morgens los Richtung Kap Arkona. Leider mussten wir feststellen das der Weg zur Jaromarsburg noch immer gesperrt ist. Dennoch wollten wir uns den Sonnenaufgang nicht entgehen lassen und es hat sich wiedermal mehr als bezahlt gemacht.

Sonnenaufgang am Kap Arkona
Kap Arkona mit Steilküste bei Sonnenaufgang

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Großsteingrab „Riesenberg“ Nobbin 

Das Großsteingrab Nobbin, auch Großsteingrab Riesenberg genannt, ist eine Grabanlage der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur in Nobbin, einem Ortsteil der Gemeinde Putgarten. 

Die aus Findlingen errichtete Megalithanlage ist eines der größten Steingräber Norddeutschlands und liegt nur wenige Meter von der Steilküste der „Tromper Wiek“ entfernt, direkt am Hochuferweg.

Großsteingrab Riesenberg Nobbin

Die trapezförmige Einfassung der Anlage aus ehemals 53 großen Randsteinen ist 34 m lang und 8-11 Meter breit (39 Steine sind erhalten). Im Nordwesten befanden sich randnah zwei querliegende Dolmen, von denen einer gut erhalten ist. Dieser ist 140 cm hoch, 180 cm lang und 110 cm breit. Erhalten sind drei Tragsteine auf Findlingsbasis und drei mehr oder weniger plattige Tragsteine, aber kein Deckstein. Der Zugang aus Plattenmaterial ist gleichachsig in der Form eines Windfangs gestaltet, wie er für die Rügener Großdolmen typisch ist.

Sonnenaufgang bei dem Großsteingrab Nobbin

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Halbinsel Bug

Als Bug wird die westlichste Landzunge der Halbinsel Wittow bezeichnet. Den früher dort vorhandenen Ort nannte man „Posthaus Wittow“. Der Bug beginnt südlich des Ortes Dranske, zu dessen Gemeinde er gehört.

Die Halbinsel Bug erstreckt sich von Dranske aus über eine Entfernung von 8 km und eine Fläche von 500 Hektar in südwestlicher Richtung. Sie ist an der schmalsten Stelle im Nordosten nur 55 Meter breit. Im Südwesten misst die maximale Breite etwa 1500 Meter. Westlich schließt der Bug an die Ostsee an. Der nördliche Teil der Insel Hiddensee ist ihm ostseeseitig vorgelagert. Südwestlich grenzt der Vitter Bodden an den Bug. Im Nordosten trennen der Wieker Bodden und im Südosten der Buger Bodden und der Rassower Strom die Halbinsel von der Insel Rügen.

Blick auf Halbinsel Bug

Der südliche Teil des Bug gehört seit 1990 zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Der Bug war viele Jahrzehnte militärisches Sperrgebiet, dadurch konnte sich die Natur einigermaßen ungestört entwickeln. Auch heute noch ist dieses ehemalige Militärgebiet für die Öffentlichkeit gesperrt. Es werden aber Führungen angeboten.

Der Bug umfasst Wälder, Dünen und artenreiche Feuchtgebiete. Die Wälder wurden zum größten Teil als Forst angelegt. Wie im Nordosten der benachbarten Insel Hiddensee bietet die Neulandbildung im Süden des Bug Lebensraum für zahlreiche wirbellose Tiere wie Würmer und Muscheln. Diese reichhaltige Nahrungsquelle zieht seltene einheimische Vogelarten wie auch zahlreiche Zugvögel an.

Bug am Strand mit Blick auf Insel Hiddensee

Auf Bug findet man auf der westlichen Seite einen Naturstrand mit einem wunderschönen Ausblick auf die Insel Hiddensee mit dem Leuchtturm Dornbusch und der Steilküste. Dort gibt es auch einen kostenfreien Parkplatz (Koordinaten N: 54.623252 – E: 13.224056)

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Schiffswracks Buger Hals

Der ehemalige Fischereihafen Dranske liegt am Buger Hals, im Nordwesten des Wieker Bodden und ist ein 9600 qm großes Areal. Was für uns sehr interessant ist, dass hier 13 Torpedo-Schnellboot-Wracks liegen sollen.

Diese Torpedo-Schnellboote („P6“ bzw. „Projekt 183“ genannt) wurden in der damaligen Sowjetunion gebaut und Ende der 50er Jahre an die DDR übergeben. Anfang der 70er Jahre wurden diese versenkt mit dem Ziel den Hafen durch die Wracks vor Versandung zu schützen.

Schiffs-Wracks Buger Hals

Anstatt des ehemaligen Fischereihafen sollte mittlerweile eine Marina mit schwimmenden Ferienhäusern und einem Werfgebäude mit Kran errichtet werden. Ebenso sollte ein Teil der Boote weichen und ein Boot gehoben und restauriert werden. Bisher ist davon aber nichts zu sehen. 

Daher konnten wir ein paar tolle Aufnahmen machen. 

Schiff-Wracks Buger Hals

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Hafendorf Wiek 

Wiek liegt etwa 30 km nordwestlich von Bergen auf der Halbinsel Wittow. Im Westen grenzt Wiek an den Wieker Bodden, der im Westen durch die Halbinsel Bug von der Ostsee abgetrennt ist und so einen guten Naturhafen darstellt. Im Süden hat der Bodden eine schmale Verbindung zum Meer. Von Wiek aus gibt es einen regelmäßigen Fährverkehr zur Insel Hiddensee. Im 15. Jahrhundert wurde die Dorfkirche von Zisterzienser erbaut, diese ist heute noch ein Wahrzeichen von Wiek.

Hafen Wiek bei Sonnenuntergang

1890 begann der Bau des Hafens, dieser sollte als Fischerreihafen dienen sowie als Transporthafen für die Kreide von den Kreidebrüchen beim Kap Arkona. 1915 wurden die Arbeiten aufgrund des ersten Weltkrieges aber eingestellt. Als Zeugnis des geplanten Kreideabbaus, blieb die 1914 errichtete Verladebrücke, die sogenannte „Kreidebrücke“, erhalten. Dies historische Kreidebrücke gehört zu den frühesten Stahlbetonbauwerken im Ostseeraum und ist ein bedeutendes Industriedenkmal.

Hafendorf Wiek

Von 2001 bis 2015 wurde der Hafen und auch die Kreidebrücke umfangreich saniert. Ebenso wurde die Brücke 100 Jahre nach ihrer Erbauung zu einer schwebenden Promenade umgebaut.

Hafen Wiek Kreidebrücke mit Beleuchtung

Wir haben auf dem Parkplatz am Hafen (Koordinaten N: 54.6222234 – E: 13.2858821) geparkt. Der Hafen wie auch die Kreidebrücke sind auf alle Fälle einen Besuch wert. Vom obersten Ende der Kreidebrücke hat man einen wunderbaren Ausblick auf den idyllischen Hafen aber ebenso auf die Halbinsel Bug. Der Blick reicht sogar bis zum Leuchtturm Dornbusch auf der Insel Hiddensee.  

Hafen Wiek auf der Kreidebrücke
Hafen Wiek Sonnenuntergang

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Damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres Beitrages angelangt. Wenn Dir unser Beitrag gefallen hat, freuen wir uns über ein Klick bei „Gefällt mir“ oder auch über ein Kommentar von Dir. 

Wir freuen uns auf eine spannende neue Woche und wünschen Dir einen guten Wochenstart.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten


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